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| Nicotinell Lutschtabletten 1 mg mint 96 St. |
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Packungsgröße 96 St
Indikationen Zur Linderung von Nicotinentzugssymptomen, sowie zur Unterstützung der Raucherentwöhnung bei Nicotinabhängigkeit.
Hinweise:
• Eine zusätzliche Beratung und unterstützende Maßnahmen erhöhen in der Regel die Erfolgsraten.
• Das Arzneimittel wird für Raucher mit mittlerer Nicotinabhängigkeit empfohlen.
• Für Raucher mit starker Nicotinabhängigkeit (z.B. Personen, die mehr als 30 Zigaretten pro Tag rauchen) wird das Arzneimittel nicht empfohlen.
Zusammensetzung
Wirkstoff(e): • Nicotin • Nicotin dihydrogentartrat-2-Wasser
Hilfsstoff(e): • Aspartam • Eudragit NE 30 D • Levomenthol • Magnesium stearat • Maltitol • Natriumcarbonat • Natriumhydrogencarbonat • Pfefferminzöl • Phenylalanin • Siliciumdioxid, hochdisperses • Xanthan gummi
Anwendungshinweise Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung? Lutschen Sie das Arzneimittel langsam oder lassen Sie es im Mund zergehen und dabei in der Mundhöhle einwirken. Um eine zu schnelle Freisetzung des Arzneistoffes zu verhindern, sollten Sie langsam (etwa 30 Minuten) und mit Pausen lutschen. Lutschen Sie so lange bis ein kräftiger Geschmack entsteht und halten Sie das Arzneimittel in der Backentasche bis der Geschmack nachlässt. Beginnen Sie erst dann wieder mit dem Lutschen.
Dauer der Anwendung? Das Arzneimittel sollte nicht länger als 6 Monate angewendet werden.
Überdosierung? Bei einer Überdosierung kann es zu Übelkeit, vermehrtem Speichelfluss, Bauchschmerzen, Durchfall, Schweißausbrüchen, Kopfschmerzen, Schwindel, Hör- und Sehstörungen, Blutdruckabfall, Atemschwierigkeiten sowie zum Kreislaufkollaps kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Gegenanzeigen Was spricht gegen eine Anwendung?
Immer: - Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe - Frischer Herzinfarkt, der erst kurze Zeit zurückliegt (bis 3 Monate) - Prinzmetal-Angina (Sonderform der Angina pectoris) - Schlaganfall, der erst kurz zurückliegt
Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker: - Bluthochdruck - Angina pectoris (Anfallsartige Schmerzen in der Herzgegend) - Herzschwäche - Herzrhythmusstörungen - Durchblutungsstörungen der Beine (arterielle Verschlusskrankheit) - Durchblutungsstörungen der Hirngefäße - Eingeschränkte Nierenfunktion - Eingeschränkte Leberfunktion - Adrenalin produzierender Tumor (Phäochromozytom) - Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit), der mit Insulin behandelt werden muss - Schilddrüsenüberfunktion
Bei Patienten mit Speiseröhrenentzündung, Entzündungen im Mund- und Rachenraum, Magenschleimhautentzündung und Magen-Darm-Geschwüren können die Beschwerden verschlimmert werden.
Nichtraucher oder Gelegenheitsraucher sollten das Arzneimittel nicht anwenden.
Welche Altersgruppe ist zu beachten? - Kinder unter 12 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden. - Jugendliche von 12 bis 18 Jahren: Das Arzneimittel darf nur nach Rücksprache mit einem Arzt oder unter ärztlicher Kontrolle angewendet werden; falls es verschreibungspflichtig ist, evtl. auch nur im Rahmen einer stationären Behandlung.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit? - Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann. - Stillzeit: Von einer Anwendung wird nach derzeitigen Erkenntnissen abgeraten.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Nebenwirkungen Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
Nebenwirkungen, die speziell auftreten, wenn Nikotin geschluckt wird: - Vermehrter Speichelfluss - Schluckauf - Reizerscheinungen im Mund und im Rachen, zum Teil mit Entzündung der Mund- und Rachenschleimhaut
Beim Arzneimittel werden zahlreiche Nebenwirkungen angegeben. Dabei ist zu beachten:
Grundsätzlich können unter der Behandlung mit diesem Arzneimittel ähnliche Nebenwirkungen auftreten wie beim Rauchen.
Beschwerden, die auftreten, können auch durch den Entzug bedingt sein.
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Dosierung Vor Beginn der Behandlung soll das Rauchen eingestellt werden.
1. Erwachsene und ältere Personen:
• Die Anfangsdosis sollte sich an der Nicotinabhängigkeit des einzelnen Patienten orientieren.
• Beim Drang zum Rauchen soll eine Lutschtablette gelutscht werden.
• Zu Beginn sollte alle 1-2 Stunden 1 Lutschtablette (1 mg Nicotin) angewendet werden. Die übliche Dosierung beträgt 8-12 Lutschtabletten pro Tag.
• Die maximale Tagesdosis beträgt 30 Lutschtabletten.
2. Kinder und Jugendliche:
• Das Arzneimittel darf von Personen unter 18 Jahren nicht ohne ärztliche Empfehlung angewendet werden. Für die Behandlung von Jugendlichen unter 18 Jahren liegen keine Erfahrungen vor.
Art und Dauer der Anwendung:
• Eine Lutschtablette soll so lange gelutscht werden, bis ein kräftiger Geschmack entsteht.
• Danach soll die Lutschtablette zwischen Zahnfleisch und Wange gehalten werden.
• Wenn der Geschmack nachlässt, soll mit dem Lutschen wieder begonnen werden.
• Dieser Lutschvorgang wird individuell angepasst und soll bis zur vollständigen Auflösung der Lutschtablette wiederholt werden (ungefähr 30 Minuten).
• Der gleichzeitige Genuss von Kaffee, säurehaltigen Getränken oder Limonade kann die Resorption des Nicotins durch die Mundschleimhaut vermindern. Diese Getränke sind 15 Minuten vor Anwendung der Lutschtablette zu meiden.
• Die Anwendungsdauer ist individuell. Normalerweise sollte sich die Behandlung über mindestens 3 Monate erstrecken. Nach 3 Monaten sollte die Anzahl der Lutschtabletten allmählich verringert werden.
• Die Behandlung sollte beendet werden, wenn die Dosis auf 1-2 Lutschtabletten pro Tag reduziert wurde.
• Im Allgemeinen wird die Anwendung von Nicotinersatzprodukten über 6 Monate hinaus nicht empfohlen. Es ist jedoch möglich, dass einige ehemalige Raucher eine längere Behandlung benötigen, um einen Rückfall zu vermeiden.
Wichtige Hinweise Was sollten Sie beachten? - Das Arzneimittel enthält einen Stoff, der bei Kindern zu schwersten Vergiftungen führen kann. Achten Sie deshalb ganz besonders auf eine sichere Verwahrung vor Kindern, auch bei evtl. Resten nach der Anwendung und Verpackungen. - Vorsicht bei Allergie gegen Gewürze, ätherische Öle und Terpentinöl! - Vorsicht bei Allergie gegen das Süßungsmittel Aspartam (EU-Nummer E 951)! - Vorsicht ist geboten bei einer bekannten Überempfindlichkeit gegenüber Sorbit oder Fructose (Fruchtzucker). Die Stoffe sind als Hilfsstoffe enthalten und können Magen-Darm-Beschwerden auslösen. - Bei der Stoffwechselkrankheit Phenylketonurie darf das Arzneimittel nicht angewendet werden, da es als Inhaltsstoff Phenylalanin enthält. - Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt. - Rauchen bzw. die Aufnahme von Nikotin, unter Umständen auch Passivrauchen, muss vermieden werden.
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